Zusammenfassung der Ergebnisse

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen: KI wird bereits genutzt oder konkret geplant – vor allem in Bereichen, in denen Verständlichkeit, Kommunikation und effiziente Abläufe eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig wird deutlich, das mit der zunehmenden Nutzung auch die Anforderungen an Qualität, Verantwortung und Barrierefreiheit wachsen. Viele Kommunen stehen vor der Frage, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann, ohne dass neue Hürden geschafft oder bestehende Barrieren verstärkt werden. Besonders häufig kommt KI dort zum Einsatz, wo Texte erstellt, vereinfacht oder strukturiert werden müssen. Dazu zählen unter anderem:
- die Bürgerkommunikation,
- die Öffentlichkeitsarbeit,
- interne Verwaltungsvorgänge, sowie zunehmend auch
- die Stadtplanung und soziale Aufgabenfelder
Der Einsatz erfolgt in vielen Fällen anlassbezogen und nicht in Prozessen integriert. Es zeichnet sich ab, dass eine übergreifende Strategie oder einheitliche Leitlinien in vielen Kommunen erst im Aufbau oder auch noch gar nicht vorhanden sind. Ein zentrales Ergebnis der Auswertung ist ebenfalls, dass Barrierefreiheit beim Einsatz von KI noch nicht durchgängig verankert ist. Zwar besteht in vielen Kommunen ein grundsätzliches Bewusstsein für Inklusion und Zugänglichkeit, die konkrete Umsetzung hängt jedoch häufig von einzelnen Zuständigkeiten oder persönlichen Initiativen ab.
Gerade bei KI-gestützten Texten, Übersetzungen oder Vereinfachungen wird deutlich: Die Automatisierung allein reicht nicht aus. Qualität, Verständlichkeit und Barrierefreiheit müssen aktiv geprüft und begleitet werden, da ohne klare Standards und Verantwortlichkeiten die Gefahr besteht, dass gut gemeinte Lösungen an den tatsächlichen Bedürfnissen vorbeigehen. In Bezug auf die Kommunengröße machen die Ergebnisse zudem deutlich, dass sich die Rahmenbedingungen und Bedarfe je nach Kommunengröße unterscheiden:

- Größere Kommunen nutzen KI häufiger und in mehreren Bereichen gleichzeitig. Hier stellt sich weniger die Frage des „Ob“, sondern des Wie: Zuständigkeiten, Qualitätsstandards und eine verlässliche Steuerung müssen klar geregelt werden, damit KI dauerhaft und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann.
- Mittlere Kommunen zeigen eine große Offenheit gegenüber KI. Der Bedarf liegt hier vor allem in praxisnaher Unterstützung: konkrete Anwendungsbeispiele, erprobte Vorgehensweisen und Austauschmöglichkeiten sind entscheidend, um KI sinnvoll in den Arbeitsalltag zu integrieren.
- Kleinere Kommunen äußern häufiger den Wunsch nach niedrigschwelligen, entlastenden Lösungen. Dabei spielt auch die Sorge eine Rolle, dass digitale Angebote niemanden ausschließen dürfen und weiterhin persönliche Kontaktmöglichkeiten bestehen bleiben müssen.
Unabhängig von der Größe der Kommunen wird deutlich: Der größte Unterstützungsbedarf liegt nicht in technischer Detailtiefe, sondern in grundlegenden Fragen des Umgangs mit KI. Besonders häufig genannt werden:
- das Erkennen von Barrieren,
- der sensible Umgang mit Vorurteilen und Verzerrungen,
- die Qualitätssicherung von KI-Ergebnissen
- sowie die Klärung von Verantwortung und Zuständigkeiten.
Viele Kommunen wünschen sich strukturierte, praxisorientierte Qualifizierungs- und Austauschformate, die KI nicht isoliert betrachten, sondern konsequent mit Inklusion und Barrierefreiheit verbinden.
Die Ergebnisse zeigen insgesamt, dass KI große Chancen für verständlichere Kommunikation, effizientere Prozesse und mehr Teilhabe bietet. Damit diese Potenziale wirksam genutzt werden können, braucht es jedoch klare Leitplanken, fachliche Orientierung und gezielte Qualifizierung. Ein verantwortungsvoller Einsatz von KI bedeutet also auch, Barrierefreiheit von Anfang an mitzudenken, Qualitätsstandards zu etablieren und Mitarbeitende zu befähigen, KI reflektiert und bewusst einzusetzen – als Unterstützung, nicht als Ersatz.
Genau hier sollten deswegen aktuelle Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote ansetzen, um Kommunen dabei zu helfen, KI strukturiert, barrierefrei und nachhaltig in ihre Arbeitsprozesse zu integrieren.